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Ein Projekt für krebskranke Kinder und Jugendliche

 Meine Geschichte mit Sarah oder eine Begegnung mit dem Leben

Ich kannte Sara nicht lange, leider trat sie nur sehr, sehr kurz in mein Leben, doch von Anfang an:
In den letzten Monaten fielen mir gehäuft Berichte im Fernsehen über Krebs und seine Ursachen auf. Nachdem ich eine ganze Weile darüber nachgedacht hatte, beschloss ich, ein Projekt für krebskranke Kinder in die Wege zu leiten, dass sie unter anderem aufmuntern und unterstützen soll, wo aber auch durch verschiedene Veranstaltungen Geldspenden an die Deutsche Kinderkrebshilfe fließen sollen. Und so startete ich am 27.06.2002 mit meinem Projekt...
Mein bester Freund und "die Kleine" 
Als mein bester Freund aus Frankreich von meinem Projekt erfuhr, erzählte er mir gleich, dass er seit ein paar Monaten die Patenschaft für die 11-jährige krebskranke Sara übernommen hatte und deshalb sehr viel mit ihr unternahm.
Er mochte sie sehr und nannte sie immer wieder liebevoll seine "Kleine".
Ich antwortete ihm, er solle sie ganz lieb von mir grüßen...
Sara`s einzige Worte
"Hallo, ich bin Sara. Ich bin 11 Jahre alt und habe Leukämie. Danke - danke für Dein Projekt. Das ist sehr nett. Liebe Grüße, Sara." 
Diese Worte
erhielt ich ein paar Tage später auf französisch, übersetzt von meinem besten Freund. Ich war gerührt, sehr gerührt sogar, über dieses "Danke" des kleinen Mädchens - kurz zuvor hatte sie sich zusammen mit ihm meine Projekthomepage angeschaut. Mir traten doch tatsächlich die Tränen in die Augen: War dieses Mädchen doch zugleich jung wie auch reif. Ihre Worte motivierten mich nur noch mehr mein Projekt noch weiter auszubauen.
Abschied
Nachdem ich Sara geantwortet hatte, wartete ich gespannt auf ihre Antwort.
Als die nächste Mail meines besten Freundes ankam, freute ich mich im ersten Moment sehr, doch die Betreffzeile "In tiefer Trauer" beunruhigte mich -
zu Recht: Sara war tot!!! Eines abends ging es ihr schlechter, sie musste ins Krankenhaus und starb gleich darauf am nächsten Morgen... Ich war geschockt, konnte es einfach nicht glauben, wo es ihr vor ein paar Tagen doch noch so gut ging!
Warum?
Diese Frage ging mir immer und immer wieder durch den Kopf, doch eine wirkliche Antwort fand ich nicht auf meine Fragen. Aber eins habe ich von Sara gelernt: Das Leben zu genießen, jeden einzelnen Augenblick und ohne Angst durchs Leben zu gehen. Obwohl ich Sara nun wirklich nicht lange kannte, werde ich mich immer an sie erinnern, an Sara, das lebensfrohe, junge Mädchen, dass mir so dankbar für mein Projekt war....
Meine Geschichte soll an Sara erinnern da sie wirklich ein wunderbares Mädchen war!
eure Sunny