Onko-kids-online

Ein Projekt für krebskranke Kinder und Jugendliche

Mein Name ist Nina ich bin 14 Jahre alt und ich möchte gerne meine Geschichte erzählen.
 

 

 

 

Es fing an wie ein ganz normaler Tag im September 2008!

Ich fuhr zur Schule und wir hatten Sport.

Ich lief meine Aufwärmrunden und plötzlich sackte mein Bein ganz komisch zusammen. Es war ein stechender Schmerz und ich bin hingefallen. Nach ein paar Minuten ließ der Schmerz nach und ich konnte wieder ganz normal laufen.
In den nächsten Tagen trat immer wieder ein Schmerz auf bis ich schließlich gar nicht mehr laufen konnte.

Meine Mutter und ich fuhren zu einem Orthopäden. Er sagte, dass es von der Pubertät kommt und davon dass ich etwas kräftiger bin. Er gab mir eine Sportendschuldigung für die nächsten beiden Male und verschrieb mir Krankengymnastik. Als es aber überhaupt nicht besser wurde, schickte er mich zum Röntgen.
Auf den Bildern war alles normal und er verschrieb mir nochmals Krankengymnastik. Inzwischen war es schon Dezember und ich hatte immer noch Schmerzen, ging also nur noch an Krüken. Jetzt veranlasste mein Orthopäde endlich ein MRT! Im Januar fuhren wir dahin und es stellte sich heraus, dass ich einen Tumor im rechten Oberschenkelhals habe und ich musste te sofort ins Krankenhaus.

Dort machten sie eine Biopsie von dem Tumor und bauten mir einen Katheter ( Broviac ) ein. Ich wusste zuerst nicht wieso, denn es hätte ja auch ein gutartiger Tumor sein können. Nach 1 Woche kam das Ergebnis :

Ich habe Knochenkrebs (Osteosarkom) und brauche jede Menge Chemotherapie.
Ich weinte sehr lange, denn meine Cousine ist an Läukemie erkrankt und auch gestorben mit 16 ! Sie bekam sehr viel Chemo und 3 KMT ´s....Ich dachte also sofort an den Tod und hatte große Angst!

Am 14 Februar begann die Chemo! Mir ging es nicht sehr gut ich musste mich übergeben und hatte deshalb auch keinen Appetit. Nach 3 Chemoblöcken kam ich nach Münster zur OP (19.5.09).

Sie haben den Oberschenkelhals entfernt mit der Hüftpfanne und eine Prothese eingesetzt, so dass mein Bein erhaltend bleiben konnte! Nach der OP musste ich 6 lange Wochen nur liegen, durfte nicht sitzen und auch nicht aufstehen - Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben !!

Als der Tag dann kam, wo ich wieder Aufstehen durfte, war ich Überglücklich! ich lief ein paar Schritte und nach viel Übung kann ich jetzt auch mit Stützen gehen.

 Ich bekomme jetzt noch ein paar Chemoblöcke, aber ich möchte euch Mut machen!!!

 Eure Nina