Onko-kids-online

Ein Projekt für krebskranke Kinder und Jugendliche

Krebs bei Kindern und Jugendlichen, eine Krankheit, die alle Familienmitglieder betrifft.
 

Kinder und Jugendliche erkranken eher selten an Krebs, dennoch sind es 1.700 – 1.800 Neuerkranken, die bis zum Alter von 15 Jahren beim Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz jährlich gemeldet werden. Seit Mitte der 70er Jahre wurde die Diagnostik und Tumortherapie so entscheidend verbessert, dass wir heute zwei von drei Kindern heilen können, bei manchen Tumorarten besteht sogar eine Heilungschance von über 90%. 

Diese ermutigenden Erfolge werden jedoch durch risikoreiche mit vielen Nebenwirkungen und in der Regel lang andauernde Therapien erreicht. Für die betroffenen Kinder, Eltern und Geschwister ist die Diagnose einer Krebserkrankung eine enorme Belastung. Schlagartig verändert sich die Lebenssituation und es müssen neue Wege gefunden werden, die Krankheit und die damit verbundenen Probleme in der Familie zu integrieren.

Die Diagnose erfordert zumeist eine sofortige Behandlung in einem Zentrum für Kinderonkologie, das bedeutet für das kranke Kind und den betreuenden Elternteil eine Trennung von zu Hause und eine Unterbrechung der Kontakte auch mit dem Freundeskreis und der Schule. Auch die Geschwister sind Leidtragende, da sie von heute auf morgen auf sich alleine gestellt sind und mit dieser neuen Situation zurecht kommen müssen.
"Es gibt ein Leben vor und ein Leben nach der Erkrankung",
bezeichnet eine betroffene Mutter diesen veränderten Lebensabschnitt. Welche Hilfestellungen gibt es heute für die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien?
In den kinderonkologischen Zentren werden psychosoziale Hilfen und Unterstützungen durch die unterschiedlichen Berufsgruppen auf der Station angeboten. Es sind vor allem auch die Elterninitiativen, die in vielfältiger Weise in dieser schweren Zeit ihre Erfahrungen und ihre Kompetenz zur Verfügung stellen. So fängt ein breites Netz der familienorientierten Versorgung die Belastungen der erkrankten Kinder, Eltern und Geschwister auf.
Oft fehlen jedoch die Informationen, welche Möglichkeiten auch nach der stationären Behandlungsphase zur Verfügung stehen (z.B. Familienorientierte Nachsorge, Familienseminare, Jugendseminare).

Um die eingeschränkte Kommunikation und die Kontakte nach draußen auch während der stationären Behandlung aufrechtzuerhalten, wurde das Projekt Onko-Kids-online geschaffen, das auch eine Anbindung an die Schule und zu Freunden möglich macht.