Onko-kids-online

Ein Projekt für krebskranke Kinder und Jugendliche

Ich heiße Jens Daniel und bin 14 Jahre alt.
 

Das erste mal bekam ich Leukämie mit 2 Jahren (1990) dazu habe ich nicht viel zu erzählen aber von meinen Eltern weiß ich das irgendwo im Keller von Münster entdeckt wurde das ich Leukämie hatte. Aber ich konnte damals nicht auf die Station weil ich Husten hatte. (Ja, mehr dazu weiß ich leider auch nicht)
Den ersten Rückfall bekam ich mit 5 Jahren (1993)Leukämie daran kann ich mich nur noch schwach erinnern. Ich weiß nur noch das ich da fast jeden Tag gebastelt hab. So Frösche aus Pappe, die dann alleine springen konnten wenn man hinten darauf drückte.
Den zweiten Rückfall hatte ich mit 8 Jahren (1997). Da kam hin und wieder jemand der mit uns Musik gemacht hat. Die kam dann (früher ich weiß nicht ob es das noch gibt) immer am Sonntag im Radio.
und mit 9 Jahren (1998) (hatte ich die Knochenmark Transplantation) (und daran kann ich mich noch am allerbesten erinnern ist ja klar) Damals hatten die in Münster noch keine KMT (Knochenmark Transplantation) und deshalb musste ich nach Essen in die Uniklinik. Dort mussten wir erst mal warten bis der Raum steril (Das heißt das kein Staubkörnchen im Raum sein durfte) war wo ich rein sollte. Dann kam die Krankenschwester und ich musste erst mal duschen. Danach gingen wir durch einen Flur zu einer Box (ein kleiner Vorraum und da hinter der eigentliche Raum wo ich rein musste) (im Vorraum waren die ganzen Geräte und Medikamente) Dann wurde ich eingeschleust (das heißt, dass ich in den Raum ging und ab da an hat man keine Berührung mehr mit Staub oder Sonstiges.) Immer wenn man mich besuchen wollte, musste man sich erst einen grünen Mantel, dann grüne Folie oder so eine Art Netz, das musste man sich über die Schuhe ziehen, dann noch ein Netz für die Haare und Handschuhe anziehen (die stinken aber immer wenn man sie von Händen wieder abmacht). Immer wenn man zu mir rein wollte, musste die Tür zum Flur zu sein. Dann durfte man erst zu mir rein. Aber dies war nicht lange, da der Spender Krank wurde, musste ich wieder aus der Box raus nach zwei Wochen. (Ich war aber auch froh darüber, denn so verpasste ich Weihnachten zu Hause nicht) der nächste Knochenmarkspender war anonym. ( unbekannt ). 
Dann kam ich also nach Weihnachten wieder in die Box. In der Box kann ich mich noch an eine Sache erinnern: meine Lehrerin war gerade im Zimmer und wir haben Mathe geübt (glaub ich, weiß ich nicht mehr so genau), da springt der Deckel von der Creme auf (da ich jeden Morgen baden musste und dann eincremen) und flog durch das ganze Zimmer und landete schließlich in der Badewanne. An diesen Tag war Mathe gelaufen, da ich mich nicht mehr eingekriegt habe vor Lachen. Ich hatte auch fast täglich Krankengymnastik und hin und wieder kam jemand und hat mit mir gespielt.
Nach zwei drei Wochen bekam ich einen Zivi (Ich hatte 4 Geräte angeschlossen) jeden Tag musste ich dann morgens, mittags und abends immer Tabletten nehmen (5) und eine Flüssigkeit (nur Abends) mit einer Spritze in den Mund geben. (Das ganze Essen war ohne Fett und so weiter und schmeckte dem entsprechend). Dann immer hin und wieder zu Untersuchungen. Bevor ich immer zu den Untersuchungen konnte, musste ich erst den Mantel, die Handschuhe, die Folie über die Schuhe und das Netz über die Haare machen/anziehen, bevor ich raus durfte. Ich bin auch nicht gelaufen, sondern wurde mit einem Rollstuhl, den eine Krankenschwester geschoben hat, da ich umkippen konnte. (Es ist aber nie was passiert)
Dann kam der Tag, wo ich das Knochenmark bekommen sollte (besser gesagt Nacht) Ich wurde gefragt ob ich schon aufgeregt wäre, aber ich fühlte mich wie immer.
Am nächsten Tag musste ich immer einen Joghurt essen. Morgens, Mittags und Abends und eine Woche bevor ich raus kam. Eines Morgens kamen Ärzte, Krankenschwestern rein und öffneten alle Türen und auch mein Zivi war dabei (der leider dann zu einem anderen Kind musste). 

 
Ab da an bin ich mit meiner Mutter und der Krankengymnastin spazieren gegangen. Am letzten Tag hab ich nur noch fünf Minuten gebadet. Ich hab alle Sachen gepackt und um ca. 12 Uhr, durfte ich nach Hause gehen.

Dann sind wir nach Hause gefahren und ich hab mir erst mal alles angeschaut. (Ist ja auch verständlich wenn man 7 Wochen lang nur in einem Raum war und hin und wieder raus durfte zu Untersuchungen.)



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