kiga kind mit gehrintumor

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sclaudile
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kiga kind mit gehrintumor

Beitragvon sclaudile » 22.05.2009, 14:49

hallo
ich heiße claudia und ich bin ganz neu hier

ich arbeite als erzieherin in einem kindergarten und wir haben vor gut 2 wochen die erschütternde nachricht erhalten, dass eines "unserer" kinder an krebs erkrankt ist
hgehirntumor - 2 tage nach der diagnose wurde es bereits operiert.
tumor wurde operiert - leider war dieser auch noch bösartig.
ab nächste woch efolgt die chemo....

wir würeden der familie so gern irgendwie helfen - aber wie ???
kann ein kind bzw. darf es während der behandlung in den kindergarten???
gibt es bilderbücher für das kind selbst um seine krankheit irgendwie zu begreifen bzw. die behandlung zu verstehen???
wie geh ich im kiga damit um - ich hab ja schweigepflicht - wenn die kinder anfangen zu fragen???

ich freu mich auf eure antworten

liebes grüßle
sclaudile

Jens Daniel
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Re: kiga kind mit gehrintumor

Beitragvon Jens Daniel » 22.05.2009, 17:46

Guten Tag,

ich kenne mich zwar viel zuwenig mit dem Thema Gehirntumor aus, aber möchte dazu kurz doch etwas sagen:

wie geh ich im kiga damit um - ich hab ja schweigepflicht - wenn die kinder anfangen zu fragen???


Ich glaube nicht das die "Schweigepflicht" sich dann darauf bezieht nicht mit den Kindern darüber zu reden das auch andere Krankheiten wie Grippe oderso gibt.

Aber in welchen Rahmen das natürlich geschieht solltest du / solltet ihr wohl eher im Kindergarten selber klären, da kann man von außen wenig zu sagen.

Zu den Büchertipps kannst du dich hier im Forum mal umschauen, von Beatrice werden oftmals Büchertipps gegeben, doch da bin ich gerade überfragt ob da soetwas auch bei ist.
Aber falls eine Aufklärung der Kiddies erlaubt sein sollte (Gruppenleitung, Kindergartenleitung) und so, wüde ich mich mal in einem größeren Büchergeschäft umschauen.

Solche Bücher gibts ganz bestimmt.


Zum Schluss nochmal meine ganz persönliche Meinung:

wir würeden der familie so gern irgendwie helfen - aber wie ???


Ich denke die Offenheit zu den Eltern ist schon eine große Hilfe. Ich weiß ja nicht wie vorher das Verhältniss war und wie es nun sein werden kann, aber ich glaube wenn man die Eltern unterstützt in dem man sagt "Wenn etwas ist dann können wir darüber reden"- ist bestimmt nicht falsch.

Aber ob die Eltern, die selbst überfordert sind, das wirklich so annehmen können wird wohl eher die Zeit bringen.


Und ob das Kind in die KiGa darf oder nicht wird wohl eher von de Ärzten entschieden, wobei ich glaube dass das wenns zu einer Chemo kommt eher weniger der Fall sein wird. Aber das kann ich nicht sagen. Auch das muss man die Zeit bringen.

Zumindest mal viel Kraft der Familie :)

Jens Daniel.
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Eli
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Re: kiga kind mit gehrintumor

Beitragvon Eli » 28.05.2009, 10:39

Hallo Claudia,

ich finde es wirklich schön, dass du dich über ein geeignetes Verhalten informierst. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn die Lehrer meines Sohnes besser mit dem Thema Krebs umgegangen wären.

Frag doch die Eltern, ob du mit den Kindergartenkinder darüber reden darfst. Ich habe damals auch nach ca. 2-3 Wochen mit der Klassenlehrerin meines Sohnes geredet, damit diese die Klasse über die Erkrankung meines Sohnes informiert. Die 2-3 Wochen bis zur Info haben wir aber als Familie benötigt, um die Diagnose und den 1. Chemoblock erst einmal selber zu verkraften.

Ich fand es immer schön, wenn sich andere Leute nach meinen KInd erkundigt haben. Es hilft zu wissen, dass auch andere an mein Kind denken.

Während der Chemo wird das Kind den KiGa nicht besuchen können, da gerade im KiGa die Ansteckungsgefahr zu groß ist.
Es kann aber auch im Krankenhaus während der Chemo oder sonstigen Behandlungen besucht werden. Nach vorheriger Absprache mit den Eltern kann es für diese eine große Erleichterung sein, dass auch mal für kurze Zeit andere das Kind ablenken und beschäftigen. Dem Kind wird es dadurch nicht so langweilig und die Eltern können sich vielleicht eine kurze Auszeit nehmen.

Besonders schlimm sind Gespräche, bei denen andere versuchen einen abzulenken und belanglose Sachen erzählen. Doch gibt es für eine Mutter wichtigere Gespräche, als ihr schwerkrankes Kind! Offene Gespräche führen, wäre mein Rat!


Gruß
Eli

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Nessi
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Re: kiga kind mit gehrintumor

Beitragvon Nessi » 10.06.2009, 20:50

Liebe Claudia!
ich als betroffene kann mich vielleicht relativ gut in die lage von angehörigen usw hineinversetzten. dadurch das ich schon einige jahre mit meiner krankheit zu tun habe denke ich das ich schon viele reaktionen auf meine krankheit erlebt habe.
mir ist aufgefallen, das meine lehrer(die mir teilweise hausunterricht geben) ganz unterschiedlich mit der situation umgehen. der eine ist persönlich interessiert und möchte immer wissen wie es mir geht, andere sind eher zurückhaltend.
ich finde es gut wenn du/ihr den plan habt der familie zu helfen. allerdings denk ich auch das es nicht ganz einfach ist. es gibt einen leitfaden für lehrer der lautet: " wenn ein schüler krebs hat". ich könnt mir vorstellen das dort ganz gute informationen drin sind, die sicherlich auch im kindergarten helfen könnten. damals haben wir das buch für unsere klassenleherin bestellt. allerdings kann ich dir nichts über den genauen inhalt sagen. das buch aknn man über die seite der deutschen kinderkrebsstiftung bestellen.

ich persönlich habe mich immer sehr gefreut wenn ich post von meiner klasse bekommen habe. oftmals hab ich selbst gestaltete riesen karten bekommen, auf denen alle meine mitschüler unterschrieben hatten. was ich auch super fand war ein rießiges plakat mit bildern meiner mitschüler. das wohl tollste war ein selbst gemachter adventskalender(das passt nur im moment zeitlich nicht richtig). dabei hat mir jeder meiner klassenkameraden ein klitzekleines geschenkchen für insg. alle 24 weihnachtstage gegeben, sodass ich jeden tag eine kleine freude hatte.
ich wünsche dir das du einen guten kontakt zu den eltern findest, und auch, das der kleine schon bald wieder in den kindergarten kommen darf^^
ganz liebe grüße
nessi


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